Glossar der Druck und Medienbranche


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T:
Tiefdruckverfahren
Tiegeldruckpresse
Transparenz
Triplex
Typographische Maßsysteme
 
Typographische Maßsysteme
Alle Maße auf der Welt, basieren auf dem metrischen Maßsystem.
Alle Maßsysteme?
Nein, nur ein kleines Fachgebiet wehrt sich entschieden gegen diese Vormacht:
Die Rede ist vom Typografischen Maßsystem, im Jahre 1737 von dem Pariser Schriftengießer Pierre Simon Fournier entwickeltes Punktsystem, diente dazu, eine Einheitliche Basis für die Schriftherstellung zu finden.
Die kleinste typografische Maßeinheit ist der Punkt (Abkürzung: p).
  • 1 Konkordanz = 4 Cicero (Abkürzung: c);
  • 1 Cicero = 12 p;
  • 1 Petit = 8 p;
  • 1 Nonpareille = 6 p;

Im Vergleich vom typografischem Maß mit dem metrischen Maß ergibt sich:
  • 1p = 0,376 mm
  • 1mm = 2,66p
  • 1 Cicero = 4,512 mm.

1979 hat der Bundesverband Druck beschlossen, die Maße zu runden, so dass sie immer auf 0 oder 5 enden müssen, demnach entspricht 1 p = 0,375 mm; 1 Cicero = 4,5 mm.
Im Angelsächichen Raum hat sich das Point-System durchgesetzt, indem 1 Point (Abkürzung: pt) = 0,351 mm ist. Die nächstgrößere Einheit ist das Pica, das 12 pt enthält ca. 4,23 mm (ich weiß rechnerisch sind es 4,212 mm, aber ich denke mir das da auch gerundet wird); 1 Inch = 6 Pica.
Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es noch den DTP-Point, der dem Point-System entstammt, aber in dem 1 pt = 0,352 mm sind. Außer bei den Schriftgrößen und dem Zeilenabstand wird das Typographische Maßsystem nicht mehr angewendet. Positionen und Maße von Bildern usw. werden heute alle in mm angegeben.