Glossar der Druck und Medienbranche


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Einträge 1 bis 11 von 11

P:
Panchromatisch
Pantone Farbsystem
Papierherstellung
Papierrohstoffe
Papiervolumen
Pappe
Partielle Lackierung
Partielle Lackierung
Passermarken
Proof
Punze
 
Papierherstellung
Baumstämme (s. a. Papierrohstoffe) werden zusammen mit Wasser zu Holzsplittern zermahlen. Je nachdem ob die Stämme entrindet sind oder nicht, spricht man nach dem Schleifen vom "Weißen Holzschliff" oder vom "Braunen Holzschliff". Dies ist dann ein "Halbstoff" der zu Papier verarbeitet werden kann (s. a. holzhaltiges Papier).
Aus dem Holzschliff kann aber auch durch mehrstündiges Kochen (bei dem die Zellstruktur aufgelöst wird) in Chemikalien (Natron- oder Sulfitverfahren) Zellstoff (Zelluose) gewonnen werden.
Die Zellstoffgewinnung ist langwieriger und der Ertrag ist geringer als bei der Holzschliff-Herstellung, aber die Qualität ist um ein vielfaches höher, da die restlichen Holzbestandteile (Harze, Gerbstoffe, Fette usw.) ausfallen.
Die Zellulose muss jetzt noch gebleicht werden, um ein weißes Papier zu erhalten. Der Bleichvorgang findet oft mit Chlor statt, das aber nicht besonders umweltfreundlich ist, daher werden immer mehr Verfahren entwickelt, die das Chlor ersetzen.
Aus diesem Halbstoff kann holzfreies Papier (s. a.) hergestellt werden. Meistens wird aber ein Gemisch aus den Halbstoffen (Holzschliff und Zellulose), Füllstoffen (s.a) und Leimstoffen (s. a.) benötigt, dies ist dann der "Ganzstoff".
Bei dem Vermengen der Halbstoffe ist nicht nur das Verhältnis wichtig, es entscheidet über die hergestellte Papiersorte, sondern auch der Mahlvorgang der hierbei erfolgt. Je nachdem wie lang die Fasern geschnitten oder gequetscht werden, ist das Papier saugfähiger, reißfester oder hat andere Eigenschaften.
Dieser Papierbrei der bis zu 98% aus Wasser besteht wird auf einer Langsiebpapiermaschine aufgetragen. Auf diesem Sieb, das wie ein Fließband arbeitet, wird das Wasser aus dem Papierbrei geschüttelt und gesaugt, die Papierfasern verfilzen.
Das so entstandene Papier durchläuft noch verschiedene Press-, Trocken- und Glättstationen ehe es aufgerollt wird, jetzt hat es die Bezeichnung "Maschinenglattes Papier" (s. a. Laufrichtung, Schöndruckseite, Wasserzeichen). Hiernach wird das Papier entweder veredelt (s. a. Gestrichene Papiere, Satiniert usw.) oder es wird zu kleineren Rollen oder Bogen geschnitten.
(Anmerkung: Eine Langsiebmaschine ist unglaublich beeindruckend! Die Papierbahn kann eine Breite von 8 Metern und mehr haben, die Länge der Maschine ist 150 Meter und mehr, die Papierbahn hat eine Länge von mehreren Kilometern. Ich kann jedem empfehlen, mal eine große „Papiermühle“ zu besuchen.)
Siehe auch:
Papierherstellung
Füllstoffe
Leim
Holzfreie Papiere
Laufrichtung
Satiniert
Vollton-Farben
Ries
Gestrichene Papiere/Karton